| FAQ - Fragen und Antworten |
| Sie nennen sich ein "Schulzentrum".
Was ist der Unterschied zu einer Gesamtschule? |
| Volksschule, Realschule und Gymnasium sind in derselben
Trägerschaft (der Erzdiözese) und auf demselben Gelände
untergebracht, stellen aber eigene pädagogische und rechtliche
Bereiche dar. Der Kontakt unserer Schulen untereinander ist aber natürlich
sehr intensiv, da es diverse gemeinsam genutzte Räumlichkeiten,
personelle Überschneidungen, viele schulartübergreifende
Veranstaltungen und Angebote und gemeinsame pädagogische Zielsetzungen
gibt. |
| Was ist der Unterschied zwischen einer
Ganztagsschule und einer Tagesheimschule? |
| Die Tagesheimschule
sieht eine klare Trennung zwischen Unterrichtsphase und Hausaufgabenzeit
vor. Die Lernzeit findet am Nachmittag unter der Betreuung und Anleitung
von Erziehern / Erzieherinnen statt. Zwischen Unterrichtsphase und
Lernzeit bieten wir nach dem Mittagessen eine Freizeit mit vielfältigem
und pädagogisch wertvollem Programm an. Am Spätnachmittag
verlassen die Schüler die Schule. Einen Internatsbetrieb bzw.
ein Schülerheim haben wir nicht. |
| Welche Freiheiten hat eine
Privatschule gegenüber den öffentlichen Schulen? |
Von den Schülern
erwarten wir soziale Kompetenz und Verträglichkeit. Bei Verstößen
gegen unsere Richtlinien (wie Hausordnung etc.) können wir den
Schulvertrag kündigen. Im Unterschied zu
öffentlichen Schulen sind wir nicht gezwungen, Problemfälle durch einen
langen Instanzenweg hindurch zu verfolgen. Unzumutbare Belastungen und Gefährdungen
der Mitschüler können somit rasch und unbürokratisch beendet werden.
Von den Eltern erwarten wir die Unterstützung unserer religiösen Zielsetzung
und eine wohlwollende Haltung gegenüber den Inhalten des Religionsunterrichts.
Das bei der Anmeldung erwünschte "pfarramtliche Empfehlungsschreiben"
ist nicht als "Kontrolle" zu verstehen, sondern als indirekte Information
der Pfarrei, dass Ihr Kind eine kirchliche Schule besucht. Für die Pfarramtsverwaltung
ist dies im Hinblick auf Erstkommunion, Firmung oder Konfirmation von Bedeutung. |
| Können bekenntnislose Schüler
die Schule besuchen? |
| Ja. Sie müssen
sich aber für den Besuch des katholischen oder evangelischen
Religionsunterrichts entscheiden, da wir keinen Ethik-Unterricht
anbieten. Das Elternhaus muss die Ziele einer christlichen Erziehung
mittragen. Mehrere unserer bekenntnislosen Mitschüler haben
sich im Laufe ihrer Schulzeit zum Eintritt in die Kirche entschlossen
und wurden im Rahmen eines feierlichen Klassengottesdienstes getauft. |
| Sind Schüler nichtchristlicher
Bekenntnisse zugelassen? |
| Im Interesse eines einheitlichen Erziehungskonzeptes
von Schule und Elternhaus nehmen wir nur Schüler christlicher
Bekenntnisse auf. |
| Sie sind nicht mit Werbeanzeigen
in Zeitungen vertreten. Warum? |
| Wir haben aus räumlichen Gründen nur eine
begrenzte Aufnahmekapazität. Die Nachfrage ist groß. Werbekampagnen
sind unnötig. |
| Wofür bezahlen wir Schulgeld? |
| Die Kosten für
Erhaltung und Betrieb der Schule werden aus staatlichen und kirchlichen
Mitteln sowie aus dem Kostenbeitrag der Eltern bestritten. Der Vormittagsbetrieb
(Unterricht) wird zu etwa 80% vom Staat unterstützt. Für
den Nachmittagsbetrieb (Essen, Freizeit, Lernzeit) gibt es kaum staatliche
Zuschüsse. Tatsächlich kostet der Platz eines Schülers
an unserer Schule etwa das Dreifache dessen, was die Eltern beitragen. |
| Wie qualifiziert ist das Personal? |
| An unserer Schule
arbeiten nur voll ausgebildete Lehrkräfte, die alle dieselben
Voraussetzungen erfüllen müssen wie die Lehrer an staatlichen
oder kommunalen Schulen. Auch im Tagesheim sind - neben voll ausgebildeten
Sozialpädagogen und Erziehern - einige Lehrer und promovierte
Akademiker beschäftigt. Durch gezielte Fortbildungen und ganztägige
Fachkonferenzen außerhalb
der Unterrichtszeit werden Unterrichts- und Lernmethodik den jeweiligen pädagogischen
Erfordernissen angepasst. Die Spezifika einer Tagesheimschule setzen ein großes
Engagement des Kollegiums voraus. |
| Wie intensiv ist der Kontakt zu den Eltern? |
| Neben den üblichen
Formen (Kontaktheft, Sprechstunden, Elternabende etc.) erstellen
wir zur genauen und aktuellen Information zweimal im Jahr (Spätherbst
und Frühjahr) Tagesheimzeugnisse. Diese enthalten ein ausführliches
Wortgutachten des Erziehers / der Erzieherin als der Haupt-Bezugsperson
des Nachmittags sowie eine Übersicht aller Einzelnoten der Unterrichtsfächer. Die
Zusammenarbeit von Schulleitung, Kollegium und Elternbeirat zeigt
sich u.a. auch in gemeinsamen Fortbildungen, in denen Bildungsziele
und Schulentwicklung thematisiert werden. |
| Wie groß sind die Klassen? |
Unsere Klassen sind
im Durchschnitt kleiner als an kommunalen und staatlichen Schulen.
Der Großteil unserer Klassenzimmer vermag auch nicht mehr Schüler
zu fassen. |
| Wie setzt sich die Schülerschaft
zusammen? |
| Geschlechtsspezifisch: etwa gleicher Anteil männlich/weiblich
Konfessionell der regionalen Proportion entsprechend: zwei Drittel
katholisch, ein Drittel evangelisch Soziale Ausgewogenheit ist für
eine kirchliche Schule verpflichtend. |
| Wie ist der Schulerfolg? |
| Was Durchfallquoten
und Realschulabschlüsse betrifft, gibt es kaum Abweichungen
vom Landesdurchschnitt. Auch zentrale Jahrgangsstufentests sowie
das Aufnahmeverfahren (Probeunterricht) zeigen Mittelwerte. |
| Bereiten Sie die Schüler auf das
Arbeitsleben vor? |
| |
Neben der üblichen
Berufs- und Studienberatung durch Fachleute (in den 9. und 10. Klassen)
absolvieren unsere 9. Klassen ein einwöchiges Berufspraktikum.
Daneben gibt es für Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe die
Möglichkeit von Betriebserkundungen im Rahmen des Unterrichts
sowie "Schnupperangebote" in den Ferien.
Soziale Sensibilität zu wecken und soziale Kompetenz zu stärken versuchen
wir durch vielerlei Aktivitäten und Engagements, z.B. für unsere indischen
Partnerschulen. Unsere 9. Klassen absolvieren ein einwöchiges soziales Praktikum
in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen und Behinderteneinrichtungen. |
| Welche Maßnahmen treffen Sie im
Hinblick auf Suchtgefährdung, Gewaltbereit-schaft, Radikalismus
etc.? |
| Mit dem Programm "Fit
for Life", dessen Sponsor der Lions Club International ist und
dessen pädagogisches Konzept "Quest International" von
Prof. Hurrelmann (Universitäten Bielefeld und Leipzig) wissenschaftlich
begleitet wird, beginnen wir derzeit in den 6. Klassen im Team-teaching
Selbstvertrauen zu fördern und den o.g. Gefahren durch so erworbene
Grundhaltungen zu begegnen. Neben der Aufklärung im Rahmen des
Fachunterrichts gibt es spezifische Informationstage (z.B. für
die 7. Klassen durch die Jugendpolizei) und entsprechende Elternabende. |
| Welche Sportmöglichkeiten bietet
Ihr Schulgelände in der Freizeit? |
| Zwei Mehrzweckhartplätze,
Skater- und Snakerplatz, Beach-Volleyball-Anlage, Streetballwand, überdachte
Tischtennisanlage, Tennisplatz, Waldwiese (mit zwei Fußball-
und einem Baseballplatz), Tartanbahn, Dreifach-Turnhalle, im Freien
montierte Spiel- und Turngeräte, Rodelberg. (Die Nutzung des
Pullacher Hallenbades ist möglich). |
| Wie ist die Multimedia-Ausstattung der
Schule? |
| Intranet- und Internet-Zugänge,
eigene Domains, Multimedia-Studio (mit Wahlfach Multimedia und Hobbykurs
Video, Filmcafe) |
| Was
ist unter
"Ergänzungsunterricht" zu verstehen? |
| Eine zusätzliche
Unterrichtsstunde pro Woche in Deutsch, der Fremdsprache und Mathematik.
Der Unterricht wird von Fachlehrern erteilt und versteht sich als
(kostenloses) Übungs- und Vertiefungsangebot. Der Ergänzungsunterricht
findet im Anschluss an den Vormittagsunterricht bzw. in der Freizeitphase
statt. |
| Erteilen Lehrer oder Erzieher auch Nachhilfe? |
| Schülern der
eigenen Klasse Nachhilfe zu erteilen, würde Prüfungssituationen
in unguter Weise belasten und ist nicht möglich. In Ausnahmefällen
ist es denkbar, dass Schüler außerhalb des Unterrichts
vom Lehrer oder Erzieher noch "Trainingseinheiten"
erhalten, beispielsweise um durch lange Erkrankung entstandene Lücken schneller
schließen zu können. |
| Ist es möglich, Schüler vom
Tagesheim zu befreien? |
| Nur in Ausnahmefällen
(Arztbesuche, Vereinstätigkeiten, Familienfeste etc.), und auch
dann höchstens einmal pro Woche, solange dadurch kein Unterricht
ausfällt und der Leistungsstand dies zulässt. |
| Werden die Schüler mit ihren Hausaufgaben
am Nachmittag fertig? |
| In der Unterstufe
weitgehend schon. Vor Schulaufgaben, Referaten etc. wird die übliche
Lernzeit nicht ausreichen. In höheren Jahrgangsstufen ist je
nach Arbeitstempo und Leistungsvermögen mit zusätzlichem
Zeitaufwand zu rechnen. |
| Können Schüler, die ihre Hausaufgaben
erledigt haben, eher gehen? |
| Im Interesse einer
Klassengemeinschaft: nein. Im Übrigen würde dies dazu verleiten,
zu schnell und somit vielleicht schlampig zu arbeiten. Es gibt genügend
Möglichkeiten, verbliebene Zeit sinnvoll zu gestalten (z.B.
Vokabeltraining am Computer, Lernspiele etc.). |
| Ist es verpflichtend, Hobbykurse oder
Wahlunterricht zu besuchen? |
Wer am
Schulchor oder am Schultheater teilnimmt, sollte dies natürlich
im Interesse von Aufführungen als verpflichtend betrachten.
Chor und Schulspiel sind von der Schulordnung anerkannte Wahlfächer. In
der Regel freiwillig ist hingegen die Teilnahme an Hobby-Kursen.
Verpflichtend ist - nach der Entscheidung für das Wahlfach - die kontinuierliche
Belegung in: Chor, Instrumentalmusik, Informatik, differenziertem Sportunterricht
und erweitertem Basissport-
unterricht. |